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18.10.05

rülps

Gerade als ich mich fertig machen wollte, um nach Lüneburg zu fahren, also duschen, Essen kochen, Sachen zusammensammeln, etc., da rülpst es mir ganz unvermittelt entgegen. Das ist keinesfalls allegorisch zu verstehen, nein, es ist ganz real, so wie ich, so wie die Küche, so wie das Bad und diese Welt hier, in der ich lebe, in der ich einen Termin habe und in der ich jetzt angerülpst werde.

Ich gehe ins Bad: "rülps". Ich gehe in die Küche: "rülps". Überall rülpst es, wo es spritzen sollte, wo notweniger Weise der übliche Schwall mich befähigen sollte, all die kleinen und großen Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen, wenn ich jetzt, genau jetzt nach Lüneburg fahren will, nein soll, weil ich muss, weil ich einen wichtigen Termin habe.

Dieses Rülpsen, wie es mir hier entgegenschlägt, so voller Verachtung gegen mich und mein Vorhaben, lässt mich also nicht mal das Nötigste verrichten, weil dieses Rülpsen gleichzeitig eine Verweigerung ist, die Verweigerung einer Funktion, ohne die ich kein Essen kochen oder duschen kann. Da gibt es plötzlich nichts für mich zu tun, nichts, jedenfalls, was mich noch retten könnte, nur: "rülps".

Also, Hörer in die Hand, Termin absagen. Na Super!


Nachtrag
: Jetzt geht das Wasser natürlich wieder.

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