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23.9.05

Highnoon in Berlin

Während die Sonne am Horizont die Hauptstadt in ein feuriges Rot taucht und der Wind Büschel von Gestrüpp über die Straße weht, blicken sich die Kontrahenten konzentriert in die Augen. Begleitet werden sie von ihren Adjutanten Stoiber und Müntefering, die sich hinter ihren Helden positioniert haben und die für sie schon mal die Abzüge spannen. Wer wird wohl als erster schießen? Vielleicht Schröder? Vielleicht Merkel? Aber noch haben sie ihre Waffen nicht zur Hand.
Stoiber streicht dem Revolver mit einem feisten Lächeln noch zärtlich über den Lauf, während er mit verkniffenem Blick seine Königin anvisiert. Merkel ist sichtlich unwohl, dreht sich immer wieder argwöhnisch zu ihrem Adjutanten um, der sie mit einer aufgesetzten, gutmeinenden Mine zu beruhigen versucht.
Schröder ist sich seiner Sache viel sicherer. Sein fester Blick fixiert einzig seine Gegnerin, sein Gesicht kennt keine Regung. Er ahnt nicht, wie Münte sich noch eine Träne aus dem versteinerten Gesicht wischt und die Waffe in seiner zitternden Hand langsam, ganz langsam in seine Richtung hebt. Ängstliche Bürger verschließen ihre Fensterläden. ... Am Ende hat keiner was gesehen.

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