Too Cool for Internet Explorer

13.2.06

Mohamed im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Konzept: mspro
Totenmaske: mate

5 Zitate:

... oder wie Anonymous doubl einst so treffend sagte:

"Har har har …
Quite, not bad!"

Montag, Februar 13, 2006  
... oder wie Blogger mspro einst so treffend sagte:

"dankeschön. :-)
Ich bin mir selbst aber noch gar nicht so im Klaren, wie ich die Idee interpretieren soll.
Über Interpretationen in den Kommentaren würde ich also mich freuen."

Montag, Februar 13, 2006  
... oder wie Anonymous doubl einst so treffend sagte:

"Oh, da kann man eine Menge interpretieren. Z.B. dass bei Jyllandsfposten die Maschine kaputt zu sein scheint, denn sie ist auf Mohamed-Reproduzion eingestellt, aber auf dem Band sind lauter Jesus-Figuren …
Oder aber das Band steht gerade und jemand hat gerade auf Mohamed umgeschaltet …
Oder bei Jyllandspfosten ist man schon selbst so verwirrt, dass man den Unterschied zwischen Jesus und Mohamed nicht mehr …
Oder dem Betrachter soll sugeriert werden, dass er den Unterschied zwischen Jesus und Mohamed …
Oder … *argh*

;-)"

Dienstag, Februar 14, 2006  
... oder wie Anonymous texturmutant einst so treffend sagte:

"Der Fatalismus ist beeindruckend. Nicht dass nächstens ein aufgebrachter Mob deinen blog belagert:D
Schrift war schon immer religiös motiviert und die Tatsache, dass es im Informationszeitalter keine Reigöse Schrift mehr gibt, sondern eben nur noch Informationen, sollte nicht über den Tatbestand hinwegtäuschen, dass jedes Bild und sei es noch so banal, wie eben die Karrikatur eines gewissen Mohamed, immer auch eine Frage nach dem metapysischen Urgrund, nach Gott stellt. Deine Montage sagt dies ganz deutlich; mehr noch: eben weil die Ursache metapysisch motiviert ist, ist das Erklärungsmodell austauschbar. Ob Jesus oder Mohamed ist einerlei. Wer sich in der Schrift und durch die Schrift auf eine göttliche Autorität beruft, der übersieht, dass diese Autorität, eben gerade weil man sich auf sie berufen muss, oder weil man sie herbeirufen muss, ihre Macht in Zweifel zieht. Darin liegt der Grund der Ausschreitungen: Nicht die Karrikatur, sondern das herbeizitieren einer Absenz im Aufschreiben ist die Kränkung, die uns nicht mehr trifft, weil Gott bereits tot ist.
Anyway: Das Bild ist sehr gelungen..."

Samstag, Februar 18, 2006  
... oder wie Blogger mspro einst so treffend sagte:

"WOW, cool. Ja, genau so habe ich mir das auch gedacht. Es reflektiert das Bilderverbot als Reproduktionsverbot. Und Richtig: dieses Reproduktionsverbot findet man aber auch ganz konkret bei der Anrufung. Auch der unaussprechliche Name Gottes (im Judentum) YHWH ist ein Reproduktionsverbot. Es gibt viele solche Verbote in den Religionen.

Sie haben nur einen Zweck: es soll die Einheitlichkeit Gottes dadurch vorgetäuscht werden. Wenn jeder Mensch Gott (oder Mohamed) darstellt, dann wird er jedes Mal anders dargestellt. Wenn jeder Gott ausspricht, dann wird er jedes Mal anders ausgesprochen. Die Einheit Gottes wäre dahin. Die Anrufung Gottes (ob durch den Namen oder die Bilder) verrät das Geheimnis, dass es so viele Götter wie Gläubige gibt und es so auch keinerlei Deutungshoheit in der Religion gibt. Die Anrufung Gottes ist bereits eine Häresie an seiner Einheitlichkeit.
Die modernen Reproduktionsverfahren haben unserer Gesellschaft gezeigt, dass es Deutungshoheit nicht gibt. Denn solange verschiedene Darstellungen wirklich verschieden waren, gab es die scheinbare Autorität des Originals und damit die Autorität Übersetzers.
Seit man Original von Kopie nicht mehr unterscheiden kann, verliert das Original seiner Autorität und der ganze Machtapparat dahinter kommt ins wanken.
Die serielle Produktion hat unseren Gott getötet. Hier repräsentiert durch Jesus. Der Schalter wurde aber umgelegt auf Mohamed. Es wird nichts helfen, der Islam wird sich daran gewöhnen müssen. Er hat auch akzeptiert, dass man den Koran "druckt", das wird er auch noch verkraften."

Samstag, Februar 18, 2006  

Kommentar veröffentlichen

Links zu diesem Eintrag:

Link erstellen

<< Home